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Blasenkrebs

Blasenkrebs Symptome – Früherkennung erhöht die Heilungschancen

Blasenkrebs verläuft im Anfangsstadium oft unbemerkt, weil ein Blasentumor anfangs häufig ohne Symptome wächst und erst in späteren Stadien Schmerzen verursacht. Die folgenden Symptome können auf ein Blasenkarzinom bzw. auf eine Erkrankung der Blase hindeuten, jedoch auch andere Ursachen haben. Es ist sehr wichtig, die symptomatischen Anzeichen für diesen Krebs ernst zu nehmen und einen Arzt zu konsultieren. Dieser wird in den meisten Fällen eine harmlose Ursache für die Symptome diagnostizieren. Falls aber doch ein Blasenkrebs die Ursache ist, lässt sich dieser bei frühzeitiger Entdeckung recht gut mit einer entsprechenden Therapie behandeln und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sogar heilen.

Blut im Urin – Oft erstes Symptom für Blasenkrebs

Erstes Symptom – das so genannte Kardinalsymptom – ist meistens Blut im Urin, erkennbar an einer rötlichen oder braunen Verfärbung des Urins. Dieses Alarmsignal tritt bei nahezu 80 Prozent der Betroffenen auf. Es ist eine Diagnose bei einem sofortigen Arztbesuch erforderlich, auch wenn die rötliche Farbe des Urins nach einigen Tagen wieder zurückgeht. Besonders Frauen nehmen Blut im Urin oft nicht als Warnzeichen wahr. Dies ist ein Grund dafür, dass ein Blasenkarzinom bei Frauen häufig spät entdeckt wird und dann nicht mehr erfolgreich behandelt werden kann. Blasenkrebs-Patienten verspüren in etwa 10 Prozent der Fälle einen verstärkten Harndrang. Sie müssen häufiger urinieren, wobei meistens nur kleine Mengen Urin entleert werden.

Generell haben Männer ein höheres Risiko an einem Harnblasentumor zu erkranken. Laut Fachkreisen ist aber die Erkrankungsrate bei Männer seit einigen Jahren merklich zurückgegangen, da diese Risikogruppe mittlerweile deutlich weniger raucht und grundsätzlich mehr auf ihre Gesundheit achtet als früher. Darüber hinaus werden in vielen Branchen weniger krebsauslösende Stoffe eingesetzt, was auch das berufliche Risiko einer Erkrankung mindert.

Schmerzen und Schwierigkeiten beim Urinieren

Wenn die Blasenentleerung nur tropfenweise möglich ist oder dabei Schmerzen auftreten, kann dies ein Anzeichen für einen Blasentumor sein. Diese Symptome treten auch bei einer Harnwegsinfektion auf. Bei einem Blasenkarzinom können unbestimmte Schmerzen im Bereich der Harnblase oder in der seitlichen Bauchregion auftreten, ohne dass dafür ein erkennbarer Grund vorliegt. Schmerzen als Symptom für einen Blasenkrebs treten oft erst in einem späteren Krebsstadium auf, wenn es zu einem Harnstau kommt.

Übersicht: Häufige Anzeichen und Risikofaktoren von Blasenkrebs im Überblick

  • Blut im Urin
  • Häufiger Harndrang
  • Blasenentleerung tröpfchenweise (Dysurie)
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Schmerzen im Bereich der Harnblase oder im der seitlichen Bauchregion

 

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Hier finden Sie mehr Informationen und aktuelle Zahlen zum Krebs in Deutschland.

21. September 2020
2020 feierte die Niedersächsische Krebsgesellschaft ihr 70-jähriges Bestehen. Die Krebsgesellschafft bietet Betroffenen u. a. eine psychoonkologische Beratung an.
  
30. Juli 2020
Wenn man während des Studiums an Krebs erkrankt sollte man zunächst ein Urlaubssemester einlegen und ggf. einen Schwerbehindertenausweis beantragen.
  
23. Juli 2020
Für eine Partnerschaft ist es wichtig, schon ab dem Zeitpunkt der Diagnose offen miteinander über Gefühle und Empfindungen zu reden.
  
20. Juli 2020
Seit 2015 veranstaltet die Deutsche Krebsstiftung den German Cancer Survivors Day, bei dem Menschen mit der Diagnose Krebs zu Wort kommen.
  
06. Juli 2020
Vor der Teilnahme an Studien sollten Krebspatienten sich genau informieren. Eine Studienteilnahme kann Vorteile haben, aber auch Risiken bergen.
  
Therapie Blasenkrebs

Die Therapie von Blasenkrebs wird je nach der Kategorisierung des Tumors individuell für jeden Fall angepasst. Im oberflächlichen Stadium kann der Tumor operativ entfernt werden, sodass die Blase erhalten werden kann. Hier kommt wie bei der Entnahme der Gewebeprobe eine Elektroschlinge zum Einsatz. Um zu vermeiden, dass ein Rückfall eintritt, wird nach der Entfernung des Tumors ein Medikament direkt in die Blase verabreicht, das vor weiteren bösartigen Neubildungen schützen soll. Ist der Blasenkrebs bereits in tiefere Schichten der Blase vorgedrungen, muss zumeist die Blase, unter Umständen auch umliegende Organe, entfernt werden.

Die Chemotherapie kann in einigen Fällen auch eine Möglichkeit der Therapie von Blasenkrebs darstellen.

Neben urologischen Fachbegriffen werden im Bereich Wissenswertes auch wichtige Aspekte der Onkologie vorgestellt. Diese umschließen beispielsweise die nähere Erläuterung von Diagnosemöglichkeiten wie bildgebenden Verfahren oder der Tumorklassifikation.

Die genaue Ursache für die Entstehung von Blasenkrebs ist nicht bekannt. Bestimmte Faktoren erhöhen allerdings das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Insbesondere Tabakkonsum vergrößert das Risiko für Blasenkrebs. Auch der Kontakt mit weiteren karzinogenen Stoffen außer dem Zigarettenrauch kann zur Entstehung von Blasenkrebs beitragen. Die Exposition von Schadstoffen kann beispielsweise bei der Arbeit stattfinden, hierbei sind verschiedene, vor allem herstellende Berufe – zum Beispiel die Gummi- oder Farbstoffindustrie, Drucker oder Friseure – oft besonders gefährdet.

Dauerhafte Erkrankungen der Blase wie beispielsweise Blasenentzündungen können auch die Entstehung von Blasenkrebs fördern.