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Blasenkrebs

Blut im Urin – Oft erstes Zeichen für ein Blasenkarzinom

Blut im Urin kann harmlos sein oder ein Symptom von Erkrankungen wie Infektionen, Harnsteinen oder Nierenerkrankungen. Blut im Urin, vom Arzt als Hämaturie bezeichnet, kann aber auch das erste Anzeichen für einen Blasentumor sein. Daher ist auf jeden Fall ein Arztbesuch notwendig, um die Ursache abzuklären. Der Arzt kann beispielsweise mit einfachen Schnelltests feststellen, ob ein Karzinom der Harnblase die Hämaturie verursacht hat.

Sofort zum Arzt bei geringen Blutspuren im Urin

Bei Blasenkrebs-Patienten ist der Urin oftmals als erstes Anzeichen für den Tumor durch eine größere Anzahl von roten Blutkörperchen deutlich rötlich gefärbt (Makrohämaturie). Bei manchen Patienten sind jedoch nur geringe Blutspuren im Urin, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind (Mikrohämaturie). Diese geringen Blutspuren kann der Arzt unter dem Mikroskop oder mit Hilfe von Urinteststäbchen im Labor nachweisen.

Eine Makrohämaturie ist mit 60 Prozent das häufigste Symptom für ein Blasenkarzinom, zu 30 Prozent lässt sich eine Mikrohämaturie beobachten und in 10 Prozent der Fälle spüren die Patienten einen vermehrten Harndrang. Aufgrund der Häufigkeit, mit der Blut im Urin bei einem Blasentumor auftritt, müssen Schnelltests zur Früherkennung von Blasenkrebs unempfindlich gegenüber Blut sein. Das ist nicht selbstverständlich, wie der Urologe Dr. med. Gerson Lüdecke vom Universitätsklinikum Gießen in einer Untersuchung feststellte.

Einige Schnelltests sind unempfindlich gegenüber Blut im Urin

In der Untersuchung* wurde Urin von gesunden Testpersonen mit Blut in unterschiedlichen Konzentrationen versetzt und anschließend mit drei Schnelltests für die Früherkennung von Blasenkrebs untersucht. Der BTA stat Test zeigte aufgrund einer Kreuzreaktivität bei einer Beimengung von bis zu 125 roten Blutkörperchen pro Mikroliter Urin immer positive Testergebnisse, obwohl kein Blasenkarzinom vorlag.

Der BTA stat Test liefert somit keine richtigen Ergebnisse bei Makrohämaturie oder einer etwas stärkeren Mikrohämaturie, wie sie als Hauptsymptom für Blasenkrebs in insgesamt über 75 Prozent der Fälle vorkommt. Dagegen waren die beiden Blasenkrebs-Schnelltests NMP22 BladderChek und UBC Rapid unempfindlich gegenüber Blut und zeigten richtig negative Testergebnisse. Das bedeutet, dass NMP22 BladderChek und UBC Rapid uneingeschränkt auch bei größeren Blutbeimengungen im Urin für die schnelle Erstdiagnose eines Blasentumors geeignet sind.

*Lüdecke G, et al. Anticancer Research 2012; 32: 2015-2018.


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Therapie Blasenkrebs

Die Therapie von Blasenkrebs wird je nach der Kategorisierung des Tumors individuell für jeden Fall angepasst. Im oberflächlichen Stadium kann der Tumor operativ entfernt werden, sodass die Blase erhalten werden kann. Hier kommt wie bei der Entnahme der Gewebeprobe eine Elektroschlinge zum Einsatz. Um zu vermeiden, dass ein Rückfall eintritt, wird nach der Entfernung des Tumors ein Medikament direkt in die Blase verabreicht, das vor weiteren bösartigen Neubildungen schützen soll. Ist der Blasenkrebs bereits in tiefere Schichten der Blase vorgedrungen, muss zumeist die Blase, unter Umständen auch umliegende Organe, entfernt werden.

Die Chemotherapie kann in einigen Fällen auch eine Möglichkeit der Therapie von Blasenkrebs darstellen.

Blasenkrebs entsteht zumeist in der die Blase auskleidenden Schleimhaut. Die Krebszellen teilen sich unkontrolliert und können dadurch andere Organe beschädigen. Der Blasenkrebs kann in drei Stadien unterschieden werden: Häufig entsteht das Blasenkarzinom im ersten Stadium an der Oberfläche und ist auf die Schleimhaut beziehungsweise das Bindegewebe begrenzt. Im zweiten Stadium können die Krebszellen in die Wand der Blase und die Blasenmuskeln einwachsen; im dritten sind bereits Krebszellen in anderen Organen zu finden, das heißt der Tumor metastasiert.

Typische Symptome für Blasenkrebs sind unter anderem farbliche Veränderungen des Urins, Störungen der Blasenfunktion wie Beschwerden oder Unterbrechungen beim Wasserlassen oder ein stärkerer Harndrang.

Die genaue Ursache für die Entstehung von Blasenkrebs ist nicht bekannt. Bestimmte Faktoren erhöhen allerdings das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Insbesondere Tabakkonsum vergrößert das Risiko für Blasenkrebs. Auch der Kontakt mit weiteren karzinogenen Stoffen außer dem Zigarettenrauch kann zur Entstehung von Blasenkrebs beitragen. Die Exposition von Schadstoffen kann beispielsweise bei der Arbeit stattfinden, hierbei sind verschiedene, vor allem herstellende Berufe – zum Beispiel die Gummi- oder Farbstoffindustrie, Drucker oder Friseure – oft besonders gefährdet.

Dauerhafte Erkrankungen der Blase wie beispielsweise Blasenentzündungen können auch die Entstehung von Blasenkrebs fördern.